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TMS9929 Composite Video und RGB+H/Y

Damit Dommas nicht langweilig wird und auch in den Gfx-Genuss kommt muss natürlich eine Lösung her. Er hat momentan keine Möglichkeit das Steckschwein mit Grafik an seinem geliebten Commodore 1084-S Monitor zu betreiben. Was ist also zu tun?

Wir haben ja im Post … beschrieben wie wir aus dem YRyBy des TMS9929 ein brauchbares RGB+Sync (BAS) Signal erzeugen können. Das funktioniert auch wunderbar an allen derzeit gängigen CRT-Fernsehern und auch an allen neuzeitlichen Flat-Screens wenn diese noch einen SCART-Anschluss oder ebend RGB+Sync (PAL-RGB) Eingänge besitzen. Am 1084-S geht aber nur RGB+H/V, d.h. das horizontale und vertikale Sync-Signal muss getrennt vorliegen. Wir haben aber nur ein Composite-Sync mit dem RGB+S vorliegen. Wir brauchen einen Sync-Separator. Genau das macht der LM1881 und kompatible.

SPI mit 65c22 VIA

Es gibt verschiedene Ansätze, einem 6502-basierten System SPI beizubiegen. Daryl Rictor hat z.B. einen CPLD-basierten SPI-Controller mit passendem Businterface entwickelt. Meist jedoch wird eine 6522 VIA hergenommen und SPI per Bit Banging implementiert. Auch hier gibt es verschiedenen Ansätze, Andre Fachat hat es mit ein wenig externer Logik sogar geschafft, das Schieberegister der VIA im für SD-Karten nötigen SPI Mode 0 zu betreiben. Normalerweise geht das ja nicht, das das Schieberegister der VIA die Daten nicht vor dem ersten Taktimpuls anlegen kann.

Tore zur Welt

Um dem Ziel eines “richtigen” Computers näher zu kommen, brauchen wir nicht nur einen Videochip, wir brauchen auch Eingabegeräte und Massenspeicher.

Zwar soll unser Rechner so retro sein, dass es ihn damals, zur Hochzeit der 8bit-Heimcomputer, durchaus hätte geben können, realistischerweise wollen wir ihn jedoch mit durchaus modernen Schnittstellen ausstatten. Die 8bit-Rechner aus “unserer Zeit” haben IO-Chips wie den 6526 oder 6522 benutzt, um Tastatur (Matrix), Joysticks und Massenspeicher anzusteuern. Das haben wir auch vor. Nur etwas anders. Wir verwenden eine 65c22 VIA, und machen sie zu einem SPI “Master”. Damit wollen wir einen wesentlichen Teil der Peripherie anbinden.

Noch schlauerer Decoder

Wir sind jetzt also fast in der Lage, das RAM unter dem ROM zu nutzen. Hineinschreiben geht, lesen noch nicht. Da ist das ROM noch im Weg. Wir müssen also einen Weg finden, die GAL-Logik von außen zu beeinflussen. Unser GAL hat noch genügend Eingänge, sodass wir einen Pin zum ROM-Ein-/Ausschalter machen wollen. Lesezugriffe nach $e000-$ffff sollen also nur noch dann im ROM landen, wenn es “eingeschaltet” ist. Sonst wollen wir ins RAM. Die wiederum erweiterte Logik im GAL sieht jetzt so aus:

Schlauer(er) Decoder

Im Rahmen unserer Reihe “Kleine Verbesserungen an der Architektur” ist heute der Adressdekoder dran. Dieser entscheidet bekanntlich anhand der am Adressbus anliegenden Adresse (oder genauergesagt deren höheren 8bit), welcher Baustein an der entsprechenden Adresse eingeblendet werden soll. Durch den Umstand, dass die oberen 8k dem ROM gehören, lassen sich die darunterliegenden 8k RAM nicht ohne weiteres nutzen. Die für die Selektierung des ROMs und der oberen 32k RAM sehen folgendermaßen aus:

Verfeinerungen am Design

So langsam geht es weiter mit der Steckschweinentwicklung.

Die Timingprobleme mit dem VDP bedürfen einer eingehenden Prüfung und Messung, um genau zu verstehen, wo was nicht passt. Unsere Ideen mit Puffern und/oder versetzten Taktsignalen, um den VDP früher “kommen” zu lassen stellen wir zurück, bis wir gesicherte Erkenntnisse haben. Ein Herumdoktern aufgrund von Vermutungen halten wir nicht für zielführend. Vorher ist es auch nicht sinnvoll, irgendwelche Platinen zu löten.

Stattdessen stecken wir ein wenig Hirnschmalz ins aktuelle Design. Die Anbindung des UART fällt negativ auf. Hier wurde der Ansatz von Andre Fachat quasi 1:1 kopiert, sodass der GAL die Signale /RD und /WR für den UART abhängig von PHI2 und der angelegten Adresse erzeugt, während PHI2 ausserdem an CS1 des UART anliegt. Das funktioniert, fügt sich aber nicht ganz in unser Design ein.