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Am Anfang war das NOP

Wenn man 20 Jahre lang den Jugendtraum mit sich rumträgt, einen 8bit-Rechner selber zu bauen, dann hat man 20 Jahre Zeit, einzurosten. Langsames Rantasten an das große Ziel ist angesagt.

In diesem Fall soll unser 65c02 erstmal nur NOPs ausführen und wir wollen zuschauen, was auf dem Adressbus passiert. Der Datenbus ist hart verdrahtet auf NOP ($EA, 11101010) . Als Reset-Schaltung kommt eine auf Basis des allseits beliebten NE555 zum Einsatz. Die gleiche Schaltung verrichtet auch im legendären Commodore PET ihren Dienst, also eine Chance, eine kleine Hommage mit einzubauen:

Euphorie: Jetzt auch RAM!

Die Euphorie ob des Ausgangs des letzten Versuchs nutzend wird jetzt weitergebaut. Immerhin sind wir so nah an einem richtigen Computer. Was fehlt, ist RAM. Leider nichts im Haus.

Eine temporäre Organspende aus einem C64-Easyflash-Cartridge (Cooles Teil: http://skoe.de/easyflash/doku.php?id=start) verschafft uns ein 6264 SRAM. Dieses verdrahten wir analog zum EPROM, allerdings brauche es hier noch einen Hauch von Gatterlogik, um das EEPROM ans obere Ende des Adressraums zu mappen, während das SRAM in den unteren 8k lebt.

Mehr Mut: Es werde Code!

Nachdem uns nach einiger Zeit dann doch langweilig wurde, den Prozessor beim NOPs ausführen zu beobachten musste der nächste Kick her: Es soll Code ausführen! Also ein wenig Code geschrieben (dieser ist leider nicht überliefert, enthielt lediglich einige NOPs und JMPs, gerade genug also, um uns in blanke Verzückung zu versetzen), auf ein 27128 EPROM gebrannt und an Adress- und Datenbus angeschlossen. /OE und /CS des EPROM wurden einfach auf Masse gelegt. Adressleitungen A0-A12 des EPROM wurden mit dem Adressbus des Prozessors verbunden, die verbliebenen Adressleitungen des Prozessors blieben frei. Also haben wir nun 8k ROM, die sich innerhalb der 64k Adressraum des 65c02 8 mal wiederholen.