Acia

ACIA muss wieder raus

Die 65x51 ACIA erschien uns als die am tiefsten hängende Frucht, um eine RS232 Schnittstelle zu implementieren, nachdem wir Bit Banging nach C64 Vorbild ziemlich schnell verworfen hatten.
Auch programmiertechnisch mach die ACIA einen simplen Eindruck, ganze drei Register wollen beherrscht werden.
Die rs232-Schnittstelle ermöglicht uns, Code auf den Steckbrettrechner zu laden, ohne jedesmal das EEPROM neu brennen zu müssen. Eine gewaltige Erleichterung.

Aber - wir haben es bereits erwähnt - die ACIA hat keine Zukunft bei uns. Die uns vorliegenden Chips können mit bis zu 2 MHz getaktet werden. Wir aber wollen hoch hinaus. Mit den aktuellen 65cXX-Chips von WDC sind schließlich bis zu 14MHz möglich.
Darüberhinaus sind mit der ACIA ohne Hacks nur 19200 baud möglich, und selbst hochgezüchtet sind mehr als 38400 baud nicht drin. Dazu kommt, dass es keinen Puffer gibt und für jedes empfangene Byte ein Interrupt ausgelöst werden müßte.

Das Design wird erweitert

Sinn der Sache ist ja nicht, etwas 1:1 nachzubauen, sondern ein möglichst eigenes Design. Nachdem wir mit Chris’ Design - bzw. dessen, was wir davon übernommen haben (Adressdekodierung, ACIA, VIA) - genug herumgespielt hatten, galt es, “unser” Ding draus zu machen. Der erste Schritt war ein Sprung ins kalte Wasser in die uns bislang noch unbekannte Welt der Programmierbaren Logik. Dazu haben wir zunächst die Adressdekodierung bestehend aus 74ls138/74ls154 sowie etwas glue Logic in VHDL implementiert und auf ein GAL22V10D gebrannt. Somit haben wir 3 TTL-ICs durch einen GAL ersetzt und wieder Platz auf dem Steckbrett geschaffen. Und das Beste: Änderungen an der Dekodierungslogik laufen ab sofort minimalinvasiv.